Einarbeitung mit KI (Teil 1)

Wie sieht die Einarbeitung der Zukunft aus und welche Rolle wird künstliche Intelligenz spielen? Viele Herausforderungen – und warum KI sogar zu mehr manueller Einarbeitung führt.

Was ist Einarbeitung?

Einarbeitung in Unternehmen besteht aus zwei Teilen:

  • Vermittlung von allgemeinem Wissen (etwa über die Firma, die Produkte, das Projekt, das Team, die Software)
  • Vermittlung von individuellem Wissen für konkrete Aufgaben (indem neue Mitarbeiter Kollegen mit gleichen Aufgaben über die Schulter schauen oder der Mentor konkrete Lösungsschritte für eine gegebene Aufgabe erklärt)

Was sich in naher Zukunft ändert

KI ist auf dem Vormarsch: Arbeit, die gleichbleibend ist und bei der Aufgaben klar definiert sind, wird in naher Zukunft automatisiert sein. Beispiel: Der Sacharbeiter, der immer die gleichen Formulare prüft, oder die Juristin, die immer die gleichen Verträge erstellt.

Lernmanagementsysteme

Was das mit Einarbeitung zu tun hat? Genau bei diesen gleichbleibenden Aufgaben funktionieren Plattformen für Trainingsmaterial (Lernmanagementsysteme) hervorragend: Der Zeitaufwand für die Erstellung von Trainingsmaterial lohnt sich, Inhalte müssen nicht ständig aktualisiert werden. Natürlich müssen auch hier Mitarbeiter mühsam motiviert werden, Aufgaben standardisiert zu dokumentieren und Trainingsmaterial zu erstellen.

Mentoren

Bei veränderlichen, tagtäglichen Aufgaben sind Mentoren im Vorteil. Beispiel wären die Aufgaben einer IT-Beraterin, die neueste Technologien einsetzt, um maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.

Warum Mentoren hier im Vorteil sind? Trainingsmaterial wäre schnell veraltet, die Probleme zu unterschiedlich, um sie mit Lerninhalten abzudecken. Mentoren sind flexibel und – anders als starre Lernmaterialien – intelligent.

In Zukunft wird Mentoring also an Bedeutung gewinnen – und Unternehmen müssen sich darauf einstellen:

  • Mentoren für alle Wissensarbeiter
  • Unterstützung des Mentorings (etwa durch bereitgestellte Methoden und Software)
  • Einplanung der Zeit der Mitarbeiter für Mentoring (10%-15% der Arbeitszeit pro neuem Mitarbeiter)
  • Standardisierte Mentoring-Prozesse
  • Messung des Mentoring-Erfolgs

Fest steht: Kein Mentoring oder schlechtes Mentoring wird teurer werden!

Ihre Erfahrungen

Haben Sie in Ihrem Unternehmen auch schon bemerkt, dass Mentoring wichtiger wird? Oder haben Sie vielleicht gegensätzliche Trends bemerkt? Schreiben Sie uns einen Kommentar und diskutieren Sie mit!

Fortsetzung folgt

In Teil 2 geht es um das Mentoring-Dilemma, in Teil 3 um die aiconver-KI

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